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"Die Volksschule ist meine Ausbildung, Bergbauer ist mein Beruf, die Natur ist mein Lehrmeister und meine Universität. Mein Studium kann ich leider nicht zu Ende bringen, denn dazu müsste man, glaube ich, tausend Jahre alt werden,
so viel Stoff hält sie für uns bereit."
"Aufgaben werden dir im Leben gestellt, damit du sie löst und nicht, damit du
sie dramatisierst und dadurch unlösbar machst."
"Ich kann mich krankreden, aber ich kann mich auch gesundreden. Wenn ich
die positive Energie unterstütze, dann wird sich eine Wirkung zeigen.
Umgekehrt natürlich auch. Es kommt immer darauf an, wie man es steuert."
Aus dem Kapitel "Volksmedizin und Naturheilpraxis“
Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Anwendung bei Verdauungsbeschwerden, Leber- und Gallenleiden sowie bei chronischen rheumatischen Erkrankungen.
Löwenzahnhonig beispielsweise wird wie der Bienenhonig aufs Butterbrot gestrichen und hat auch einen ähnlichen Geschmack. Sehr gut schmeckt Löwenzahnhonig auch im Kräutertee. Löwenzahnblüten sollte man übrigens bei Vollmond oder zunehmendem Mond pflücken.
Zubereitung:
Im Frühjahr 1/2 kg Löwenzahnblüten pflücken, kalt waschen und in 1 l Wasser mit einer unbehandelten, zerkleinerten Zitrone 1 Stunde kochen. Über Nacht stehen lassen, am nächsten Tag den Sud durch ein Tuch seihen und mit 1 kg Zucker nochmals eine Stunde einkochen, so dass der Honig, wenn er erkaltet, dickflüssig ist. Fichtenzapferlhonig (Maitriebe der Fichte) kann man auf die gleiche Weise zubereiten. Man kann auch Löwenzahnblüten, Fichtenzapferl und Spitzwegerich mischen.
Aus dem Kapitel "Heilkräfte der Natur“
Kräuterbaum
Mit etwas Phantasie kann auf kleinster Fläche vieles angebaut werden:
Der Kräuterbaum ist aber zudem noch sehr dekorativ und daher nicht nur für Kleingärtner interessant!
[...] Dafür schlage ich einen Pfahl in den Boden und winde Jutesäcke darum. Auch Bauvlies oder Kokosmatten lassen sich dafür sehr gut verwenden. Die Säcke werden mit einem stabilen Seil oder Draht festgebunden und dann mit Erde befüllt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Baum keinen Schaden nimmt. Der Wickel muss nur halten, der Baum darf nicht abgeschnürt werden! An der Oberseite wird dann nochmals ein Seil zur Fixierung des Wickels benötigt. Diese Wickel werden, je nach Pflanze, mit dem passenden Substrat befüllt und bepflanzt. [...]
Aus dem Kapitel "Die Nahrung ist deine Medizin“
Verlockende Früchte
Wir Kinder mussten auf unserem Schulweg immer wieder verschiedene Lebensmittel vom Hof mitnehmen, um sie im Geschäft im Ort einzutauschen oder zu verkaufen. Das waren beispielsweise Butter, Eier oder, wenn einmal ein Schwein geschlachtet wurde, die Ledber oder ein Stück Fleisch. Die Lebensmittel haben wir nach Madling zur "Ella" ins Geschäft gebracht. Dort haben die "Fabrikler" eingekauft. In Madling war früher eine Papierfabrik, deshalb haben die Bauern die Arbeiter früher "Fabrikler" genannt - es waren oft große Familien mit vielen Kindern. Für diese Botengänge haben wir Kinder immer eine Kleinigkeit bekommen. Das waren hin und wieder einmal ein paar Groschen oder einmal eine Pflaume, einen Apfel oder sogar etwas ganz Besonderes: ein Zuckerl!
Eines Tages habe ich bei der Ella etwas Außergewöhnliches entdeckt. Ich habe mich wieder einmal im Geschäft genau umgeschaut, da sah ich plötzlich unglaublich große pralle rote Früchte. "Das müssen ganz besondere Pflaumen oder irgendetwas in der Art sein", habe ich mir gedacht, weil sie so außer-
gewöhnlich rot, rund und groß waren. Mir ist beim Gedanken an dieses Obst schon das Wasser im Mund zusammengelaufen, denn wenn diese Früchte so
rot und prall sind, dachte ich mir, dann müssen sie auch besonders süß sein! Ich habe mich nicht getraut, die Ella danach zu fragen, weil dieses Obst sicher etwas Besonderes war, wahrscheinlich auch besonders teuer. Ich habe es ja schließlich noch nie zuvor gesehen.
Am nächsten Tag habe ich dann meine Ersparnisse mit in die Schule genommen. Ich wollte mir beim Nach-
hauseweg einige dieser "Pflaumen" kaufen. Während der Schule habe ich mir schon so richtig ausgemalt, wie süß sie wohl schmecken werden. Ich hab mir im Geschäft dann drei Stück von diesen Früchten gekauft und voller Freude eingesteckt. Wie viel das damals gekostet hat, kann ich nicht mehr genau sagen, aber mein Geld hat gerade für drei Stück gereicht. Ich wollte sie mir bis daheim aufbewahren, um sie dort in aller Ruhe zu essen, aber die gut vier Kilometer den Berg hinauf hab ich dann doch nicht ausgehalten. Aber schon beim Hineinbeißen hab ich bemerkt: Da stimmt was nicht, was ist da los - die ist faul! Dann hab ich"s noch auf der anderen Seite probiert, aber dabei ist mir schon der ganze Saft über die Hände gelaufen. Ich hab sie dann weggeschmissen,k weil ich ja der Meinung war, dass sie "stinkfaul" sein muss, wenn schon der ganze Saft herausläuft. Die andern zwei waren leider auch nicht besser und so bin ich dann schwer enttäuscht heimgegangen.
Daheim hab ich natürlich meinen Eltern erzählt, dass mir die Ella faules Obst verkauft hat und hab mich fürchterlich beschwert. "Da ist es ja schon herausgeronnen und süß waren die auch nüberhaupt nicht, so was kann man ja nicht essen!". Als mein Vater dann das nächste Mal ins Geschäft gekommen ist, hat er natürlich die Ella zur Rede gestellt. Sie hat ihm dann meine "Pflaumen" gezeigt und ihm erklärt: "Des wird der dumme Bua wahrscheinlich nit kennt hobm! Des sen Tomaten, Paradeiser!"
Dieses Erlebnis war tatsächlich meine erste Begegnung mit Tomaten. Ich hatte diesen Namen als Bergbauernbub noch nie im Leben gehört, geschweige denn je eine gesehen. Nach deisem Erlebnis hat es dann auch noch lange gedauert, bis ich mich mit diesem außergewöhnlichen Aroma anfreunden konnte. Ich habe es aber immer wieder probiert und schließlich meine Abneigung überwunden. Heute esse ich sie leidenschaftlich gern!
Aus dem Kapitel "Der verordnete Weg der Landwirtschaft“
Seuchen - die Folgen falscher Tierhaltung
Seuchen wie BSE oder Vogelgrippe: Wenn ich das höre, dann läuft es mir ganz kalt über den Rücken. Wie unvermeidlichen Naturkatastrophen kommen sie über uns und versetzen die ganze Welt in Angst und Schrecken.
Es sind aber keine Naturkatastrophen, sondern vom Menschen verursachte Krankheiten, die in falscher Haltung und Fütterung begründet sind! Sie sind die Folge der katastrophalen Zustände, die der Mensch aus Dummheit, Verrohung und reiner Profitgier seinen Mitlebewesen aufbürdet. Wenn Wiederkäuern Tiermehl gefütter und Geflügel zu Tausenden auf engstem Raum zusammengepfercht wird, was natürlich ständige Desinfektion und Antibiotika-Behandlung nötig macht, darf man sich nicht wundern, dass die Tiere krank werden. Die Ställe - oder besser Gefängnisse der Massentierhaltung - sind die eigentlichen Brutstätten für die seuchenhafte Ausbreitung solcher Krankheiten. [...]
Besucher berichten
Viele Menschen haben Sepp Holzer auf seinem Krameterhof in 1.100 bis 1.500 Metern Seehöhe besucht und sich von seiner Energie sowie seinen Ideen fesseln lassen.
Der Zugang zu Holzers Lebensraum, den er sich im Salzburgischen Lungau geschaffen hat, wird künftig aus unterschiedlichen Gründen sehr stark eingeschränkt. Doch eines bleibt - vielleicht gerade auch auf diese Weise - unverrückbar:
Die Vision von der Veränderung der Welt und sein Leben im Einklang mit der Natur.
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